Brief von Jörg Klotz an den „Verein Luis Amplatz Spende“ mit dem Dank für die bisherige Unterstützung und der Bitte um eine weitere Unterstützung wegen eines „Schicksalsschlages“.

Jörg Klotz lebte seit seiner Flucht nach der „Feuernacht“ im Exil in Österreich, wurde aber mehrere Male – nicht zuletzt aufgrund des politischen Druckes Italiens – inhaftiert und zweimal aus Tirol nach Wien verbannt. Ab 1973 lebte er bis zu seinem Tod 1976 in einer Hütte im Ruetztal. Im Dezember 1974 brannte die Hütte ab, worauf sich der Brief beziehen dürfte.

 

„Georg Klotz Passeiertal
Jetzt im Exil in Innsbruck  Innsbruck 13.2.1975

Liebe Freunde des Verein Luis Amplatz Spende
Ich möchte mich für die bisherigen Unterstützungen sehr herzlich bedanken.
Leider wurde ich knapp vor Weihnachten von einem schweren Schicksalsschlag getroffen.
Da ich keinerlei Hilfe von amtlicher Seite erwarten kann, bitte ich Sie, ob Sie mir helfen können und wollen.

Mit vorzüglicher Hochachtung grüßt Sie
Georg Klotz